Lumix-Projekt

Wie viele Kollegen verfolge ich die Entwicklungen auf dem Kameramarkt  aufmerksam. Eine kleinere und leichtere Ausrüstung steht vermutlich auf allen Wunschzetteln von rückengeschudenen Profis, die täglich ihre Ausrüstung schultern. Nun  ist es soweit. Die Firma Panasonic stellte zum Jahreswechel 2012/2013 mit der  LUMIX GH3 eine spiegellose Kamera vor, die sämtliche Anforderungen für  meine Jobs im Bereich Bildjournalismus zu erfüllen scheint.  Die  beiden lichtstarken Zoomoptiken 12-35mm F2,8 und 35-100mm F2,8  entsprechen umgerechnet den Brennweiten mit denen ich zur Zeit im  Vollformat täglich unterwegs bin.
Ob die Lumix GH3 mein Leben wirklich erleichtert oder vielleicht sogar bereichert, sollte ein sechs-wöchiger Praxistest zeigen.
Die Testbedingungen: Panasonic  stellte mir ein GH3H-Kit mit dem 14-140mm Objektiv und später dann auch ein G X Vario 35-100mm F 2,8 zur Verfügung.

Fazit: Das Kamerasystem ist eine echte Alternative im Bereich des Bildjournalismus. Es gibt eine Vielzahl von Konfigurationsmöglichkeiten und die Handhabung ist nach einer kurzen Eingewöhnung intuitiv. Vor allem liegt die Kamera sehr gut in der Hand. Für die Kollegen, die auch filmen (habe ich allerdings nicht gemacht) sicherlich derzeit die beste Lösung. Die JPG-Dateien sind wirklich gut, was eine echte Zeitersparnis bedeutet. Selbst der gezielt Einsatz von Motivautomatiken sollte nicht verpönt sein – die Ergebnisse sind tadellos. Den schwenkbare Monitor vermisse ich seit der Rückgabe der Kamera schmerzlich.
Man sollte sich allerdings bewußt sein, dass man mit dieser Kamera nicht mehr direkt als “Profi” erkannt wird. Das ist in einigen Situation von Vorteil, wenn allerdings viele Fotografen am Start sind wird es schwerer die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen (an die mitleidigen Blicke der Kollegen gewöhnt man sich).
Ein abschließende Beurteilung zum Arbeiten mit einem digitalen Sucherbild kann ich nicht machen. Es gibt auf jeden Fall mehr Kontrolle über die Belichtung, es bedeutet aber auch eine veränderte Wahrnehmung gegenüber der Arbeit mit einem optischen Sucher. An dieser Stelle wir es wirklich schwierig zu beurteilen, ob diese veränderte Wahrmung irgendeinen Einfluß auf die Fotos hat.
Eine leichte Irritation bleibt.
Dem gegenüber steht die deutlich zu bemerkende Entlastung meiner Wirbelsäule. Vielleicht übernimmt ja meine Berufsgenossenschaft die Anschaffungskosten.

 

 

 

2 Comments

  1. Klingt großartig. Für Dich sicher eine Erleichterung im wahrsten Sinne des Wortes.
    Ich hatte mich letzten Winter auch intensiver mit dem Thema beschäftigt, aber leider bis heute die fliegende Wollmilchsau für mich nicht gefunden. Bin sehr gespannt auf deine Ergebnisse und Einschätzungen. Es grüßt ein neuer Follwer! :-)

    • Ich bin auch sehr gespannt. Leider waren die lichtstarken/spritzwasserfesten Okjektive nicht verfügbar. Da aber in Wuppertal die kommenden Wochen die Sonne scheint ist diese Einschränkung zu vernachlässigen. Vielleicht sehen wir uns ja schon nachher bei der FAG-Demo. Erster Einsatztag.

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